Sieht so die Zukunft des deutschen Eishockeys aus?

Mittwoch, 3. März 2010 |  Autor: Michael

Mein lieber Mann. Da sitz ich abends da uns zappe durch das Fernsehprogramm und bleib mal bei Sky Sport hängen. Eishockey lief da. Augsburg gegen Mannheim. Zwei gegnerische Spieler hatten eben die Handschuhe ausgezogen und gaben sich ordentlich eins auf die Mütze, wärend ein Schiedsrichter daneben stand und erst mal zu überlegen schien, was wohl als nächstes Sinnvolles zu tun wäre (vielleicht nen Kaffee trinken gehen…).

Ich blieb erst mal auf dem Kanal und dachte wehmütig an das Olympiafinale zwischen Kanada und den USA im Eishockey. Dann musste ich erst mal nachblättern, was eigentlich aus unserem Nationalteam geworden ist und lege lieber den Mantel des Schweigens darüber.

Als, ich wieder auf die Matschscheibe blicke, klebte das Gesicht eines der beiden prügelnden Spieler grade genauso fest an der Plexiglasscheibe, wie der Kameramann auf der anderen Seite.

“Schick”, denke ich mir, “das ist also die Zukunft des Eishockeys in Deutschland”. Und um noch etwas provokativer zu werden: wenn ich so in die Zuschauerränge schaue, dann könnte die Fankurve von St. Pauli noch ein angenehmer Urlaubsort sein.
Ganz zu schweigen von der lächerlich geringen Anzahl an Leuten, die sich Eishockey live vor Ort und am TV anschauen, scheint das Zielpublikum doch noch eine gute Kante unter dem üblichen Proletentum zu liegen.

Ich kann mir so beim besten Willen nicht vorstellen, dass es der deutsche Eishockey weit bringen wird. Hier sollte mal DRINGEND ein neues Image und vor allem eine anständige Sportförderung her, so dass auch Nicht-Fans, wie ich, mal positive Meldungen in der Presse hören und lesen und sich dann denken: “Hey, Eishockey scheint ja doch ein ziemlich spannender (und intelligenter) Sport zu sein, da schau ich doch glatt mal öfters rein!”

Einen passenden Artikel habe ich noch rausgesucht:

“Unser Anspruch muss mehr sein”
Stefan Ustorf über ein magisches Spiel und das Dilemma der Deutschen

Zitat im Interview:
“Wir versuchen von vornherein gar nicht mehr, nicht zu verlieren, sondern es geht darum, anständig zu verlieren.”

Das ganze Interview unter:
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11743416/62449/Stefan-Ustorf-ueber-ein-magisches-Spiel-und-das.html

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Thema: Unterhaltung und TV

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